Abstract
Agricultural management events can increase food availability for certain bird species, temporarily triggering an increased attraction to the managed areas. If the management takes place near wind turbines (WTs), the resulting increased flight activity can lead to an increased collision risk for the birds.
The legislature has therefore included the shutdown of wind turbines during agricultural management events in the list of professionally recognized protective measures in Annex 1, Section 2 of Section 45b of the Federal Nature Conservation Act. The "management shutdown" applies particularly to the species considered at risk of collision: red kite, black kite, marsh harrier, lesser spotted eagle, and white stork, as a preventative measure to reduce the risk of collision. It can therefore be applied to reduce a significantly increased risk of mortality in the relevant test area.
To implement this measure in compliance with the requirements, it must be ensured that the wind turbine's operating management is reliably and promptly informed of the implementation of relevant management events so that they can initiate the shutdown. In some cases, operators can also initiate the shutdown independently. For both of these purposes, a long-term contractual agreement must generally be concluded between the project developer and those who own or manage the land and submitted to the authority. Without such evidence, the relevant authority may reject the protective measure under certain circumstances because its implementation cannot otherwise be sufficiently ensured.
Landwirtschaftliche Bewirtschaftungsereignisse können die Nahrungsverfügbarkeit für bestimmte Vogelarten erhöhen und dadurch zeitweise eine gesteigerte Anlockwirkung der bewirtschafteten Flächen auslösen. Findet die Bewirtschaftung in der Nähe von Windenergieanlagen (WEA) statt, kann die aus der Anlockwirkung resultierende erhöhte Flugaktivität zu einer Erhöhung des Kollisionsrisikos für die Vögel führen.
Der Gesetzgeber hat daher die Abschaltung von WEA bei landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsereignissen in die Liste der fachlich anerkannten Schutzmaßnahmen in Anlage 1 Abschnitt 2 zu § 45b Bundesnaturschutzgesetz aufgenommen. Die „Bewirtschaftungsabschaltung“ gilt insbesondere für die als kollisionsgefährdet geltenden Arten Rotmilan und Schwarzmilan, Rohrweihe, Schreiadler und Weißstorch als vermeidungswirksame Maßnahme zur Minderung des Kollisionsrisikos. Damit kann sie zur Senkung eines signifikant erhöhten Tötungsrisikos im entsprechenden Prüfbereich angewendet werden.
Zur auflagekonformen Umsetzung dieser Maßnahme muss sichergestellt sein, dass die Betriebsführung der WEA zuverlässig und rechtzeitig über die Durchführung relevanter Bewirtschaftungsereignisse informiert wird, damit diese die Abschaltung vornehmen kann. Zum Teil können Bewirtschaftende auch eigenständig die Abschaltung auslösen. Für beides ist in der Regel eine langfristige vertragliche Vereinbarung zwischen dem Vorhabenträger und denjenigen, denen die Flächen gehören bzw. die sie bewirtschaften, abzuschließen und der Behörde vorzulegen. Ohne einen solchen Nachweis kann die Fachbehörde die Schutzmaßnahme unter Umständen ablehnen, weil deren Umsetzung sonst nicht hinreichend sichergestellt ist.