Abstract
Die vorliegende Studie zum Schutzgut Rastvögel stellt die Ergebnisse aus dem Jahr 2019 sowie einen Überblick über das Gesamtmonitoring im Cluster ‚Nördlich Borkum‘ seit 2013 dar. Es handelt sich hierbei um das letzte von insgesamt sieben Untersuchungsjahren, in denen Umwelterfassungen im Cluster ‚Nördlich Borkum‘ in der deutschen AWZ der Nordsee durchgeführt wurden. Das Cluster liegt nördlich der Ostfriesischen Inseln und nordöstlich des Schutzgebietes ‚Borkum Riffgrund‘. Die einzelnen Offshore-Windparkvorhaben im Vorranggebiet für Windenergie ‚Nördlich Borkum’ befanden sich 2019 in unterschiedlichen Phasen der Realisierung. Die OWPs ‚Borkum Riffgrund 1‘, ‚Borkum Riffgrund 2‘, ‚Trianel Windpark Borkum‘ (Phase 1), ‚Gode Wind 01‘, ‚Gode Wind 02‘, ‚Nordsee One‘, ‚Merkur Offshore‘ sowie ‚alpha ventus’ befanden sich in der Betriebsphase. Der OWP ‚Trianel Windpark Borkum Ausbauphase 2‘ ging im Untersuchungsjahr 2019 noch nicht in die Betriebsphase über, jedoch waren im Dezember alle WEAs errichtet. Alle weiteren Windparks im Cluster ‚Nördlich Borkum‘ sind bisher noch in der Planungsphase.
Das Ziel dieser Untersuchung war es, neben der zusammenfassenden Beschreibung der Rastvogelbestände im Untersuchungsgebiet, die Auswirkungen von Bau und Betrieb der Windparks im Cluster auf Rastvögel zu ermitteln. Im Rahmen der Clusteruntersuchung wurden standardisierte Erfassungen zu Rastvögeln durchgeführt. Dabei wurden die Vorgaben des Standarduntersuchungskonzeptes des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH 2013b) hinsichtlich der Erfassungsmethodik sowie des räumlichen und zeitlichen Umfangs der Untersuchungen berücksichtigt.